Betrugsverfahren gegen das Tübinger Seminar für Allgemeine Rhetorik?

Von Thomas Ziegner

Sie haben Daten erfun­den und Daten ver­fälscht. Sie las­sen ver­lau­ten, über die Pressestelle der Universität  Tübingen, es sei doch alles in Ordnung. Sie ändern ihre Homepage am glei­chen Tag, an dem sie dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den Preis für die Rede des Jahres ver­lei­hen und des­sen „intel­lek­tu­el­le Redlichkeit“ rühmen.

Sie haben Daten erfun­den und Daten ver­fälscht. In natur­wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen wäre ein Verfahren wegen gro­ben „wis­sen­schaft­li­chen Fehlverhaltens“ unaus­weich­lich. Mindestens eine Dissertation hat die Fälschung des Tübinger Seminars für Allgemeine Rhetorik schon über­nom­men. Dabei ermahnt die Universitätsleitung ihren Nachwuchs: „Gute Wissenschaft beruht auf Grundwerten wie Integrität, Transparenz und Ehrlichkeit“.

Ob man bei den Rhetorikern ein Auge zudrückt? Im Sinn der Leitung dürf­te das kaum sein, denn also sprach noch im September der honet­te Chefrhetoriker, Prof. Joachim Knape, im Schwäbischen Tagblatt Tübingen:

Der Begriff Rhetorik wird gern in eine schumm­ri­ge Ecke gescho­ben. Doch wir wol­len über­zeu­gen, nicht betrü­gen. Das wird gern verwechselt.“

http://brouillon.art/2017/12/31/professor-knape-still-does-not-feel-ashamed-but-becomes-involuntarily-funny/

Fraud inves­ti­ga­ti­ons against the Tübingen Seminar for General Rhetoric?

They inven­ted data and fal­ked data. They announ­ce, via the press office of the University of Tübingen, that ever­y­thing is alright. They chan­ge their home­page the same day, awar­ding the President of the German Research Foundation (DFG) the Speech of the Year award and prai­sing its „intellec­tu­al honesty“.
They inven­ted data and faked data. In sci­en­ti­fic disci­pli­nes, an inves­ti­ga­ti­on for gross „sci­en­ti­fic mis­con­duct“ would be ine­vi­ta­ble. At least one dis­ser­ta­ti­on has alre­a­dy taken over the for­gery of the Tübingen Seminar for General Rhetoric. The uni­ver­si­ty manage­ment admo­nis­hes their off­spring: „Good sci­ence is based on fun­da­men­tal values ​​such as inte­gri­ty, trans­pa­ren­cy and honesty“.
Whether one turns a blind eye to the rhe­to­ri­ci­ans? In the sen­se of lea­der­ship, this should hard­ly be, becau­se so spo­ke in September the hono­rable Chefrhetoriker, Prof. Joachim Knape, in the Swabian Tagblatt Tübingen:
The term rhe­to­ric is often pushed into a dim cor­ner. But we want to con­vin­ce, not cheat. This is often con­fu­sed. “