Tübinger Rhetoriker ohne Würde

Von Thomas Ziegner

Sie haben nichts mehr zu ver­lie­ren als ihre Würde? Aber die sind sie doch schon glück­lich los.

Das Tübinger Seminar für Allgemeine Rhetorik prahlt mit „stra­te­gi­scher Kommunikation“, für die sie Experten sei­en. Konfrontiert aber mit ihren eige­nen kor­rup­ten Unsauberkeiten, „wis­sen­schaft­li­chem Fehlverhalten“, wie es vor­nehm heißt, wäh­len sie eine apar­te Extremform von Kommunikation: Sie schwei­gen, ver­druckst und ängstlich.

Ob sie die Presseabteilung der Universität Tübingen mit Falschinformationen gefüt­tert haben, oder ob die­se inge­ni­ös an der Vertuschung teil­hat­te, ist schon wurscht. Bekanntlich haben sie im Dezember 2017 nach ein paar Brouillon-Glossen has­tig und rhe­to­risch unfach­män­nisch ihre Website geän­dert. Jetzt steht da so ein Nonsense von einer Ein-Mann-Jury (der famo­se Gert Ueding, ali­as Goldfinger-Gert), so sinn­voll, wie die Rede von einem Ein-Mann-Chor.

Wir haben höf­lich um Auskunft gebe­ten, auch das baden-württembergische Wissenschaftsministerium. Außer einer offen­kun­di­gen Fehlinformation erreich­te uns bis­her kei­ne Antwort. Wir blei­ben dran.